Tape Art and more- Artworks galleries by Ostap

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Mein Weg zum Künstler (Artikel + Vitae)

Früher konnte ich nie daran denken, dass ich zu einem Tape-Art-Künstler werde. Bevor ich mit dem Kleben anfing, versuchte ich mich im Kunstbereich mit Pinsel und Spreedose, doch genau das Richtige habe ich erstmal entdeckt, als ich mich an die Klebebandrolle zugegriffen habe.Mit dem Tape war ich sofort in meinem Element, so zu sagen. Bunt vs. durchsichtig, matt vs. glänzend, breit vs. schmal, jede Sorte mit eigener Textur- das alles hat mich stark angeheizt und inspiriert.

Was ist eigentlich die Klebeband-Kunst?

Zuvor habe ich von Klebeband-Kunst nichts gehört, aber ich träumte daraus könnte man was echt Geiles und Wahnsinniges machen und habe sofort mit meiner Ideenumsetzung angefangen. Später wurden meine Mühe beurteilt: “Das ist doch das richtige Tape-Kunst!“ Seitdem immer wenn ich gefragt bin: „Wieso das Tape?“ kommt mir nur eines drauf: „Warum auch nicht?“. Diese Kunst existiert erst 2 Jahrzehnten, bietet aber ein sehr breites Feld zum Kreieren, lässt mich als Künstler frei fühlen. Was ich in meinem Kopf halte und materiell umformen mag, kommt als Klebeband-Schnitte aufs Glass oder an die Wände und herumstehende Gegenstände, so dass meine Umgebung mir zum Leinen dient. Klebeband ist umweltfreundlich und relativ  leicht entfernbar, darum betrachte ich Tape als  ideale Alternative zum Sprayen mit seinem wandalischen Ruhm.

Es freut mich, dass es immer mehr Menschen aus aller Welt sich an Tape Art wenden. Ich betrachte es als ein Zeichen davon, dass die Anzahl von meinen Mitdenkern kontinuierlich steigt, aber auch davon, dass ich die gesellschaftlichen Launen und Einstellungen gut empfinden kann. Das letzte finde ich für Aktualität und Wert meiner Arbeiten von Bedeutung. Denn zugrunde der Hauptaufgaben des Künstlers liegt eben seine Fähigkeit, die Gesellschaft von innen schneller und präziser zu verstehen, als die Gesellschaft es selbst schaffen mag. Das gilt nicht für die Inhalte von Kunstwerken, sondern auch für die Äußerungsmitteln und Methoden, die der Künstler zu ihrer Kreierung benutzt. Diese Tatsache lässt mich glauben, dass ich wirklich Schritt um Schritt mit Welttendenzen laufe und mich mit so einer Kunstform beschäftige, welche heutige Menschheit echt fordert.

Wie entsteht die Klebeband-Kunst

Nicht nur den Ergebnis, sondern auch den Prozess beobachten zu können – hier ist das Manifest der modernen Kunst. Klebeband ist mit Performance gut kombinierbar. Um das Klebeband-Bild zu schaffen, ist relativ wenig Zeit erforderlich. Es entsteht kaum Müll oder Abfall. Außer Cutter und Klebebandrollen wird meistens kein weiteres Instrument verwendet. Dabei sehen die Zuschauer sich ganz gut an, was und wie der Künstler macht, weil Tape-Art normalerweise etwas mehr Platz braucht.  Aber ich lasse mich nicht in die Theorie vertiefen. Ich mache bloß was ich für passend halte. Indem ich auf die Straßen gehe und dort mit Tape arbeite bekomme ich das blitzschnellste Feedback. Die rund herum laufenden Stadtbewohner bleiben nicht gleichgültig. Einige halten sich um zu verstehen was da passiert, die anderen machen Fotos, noch manche wollen unbedingt mit mir reden.  Auf jeden Fall sehe ich die Reaktionen, die Emotionen den Menschen und das ist unschätzbar.

Das reizt mich an dem Tape

Was mich noch an Tape-Art so reizt, ist dass alle mit Klebeland materialisierten Ideen immer frisch und  unerwartet aussehen. Klebeband verschenkt dem Alten eine neue Form, die unbestrittenes Interesse vom Zuschauer weckt. Das ermöglicht mir den inneren Sinn des Werkes, die verdeckte Anrede an meine Zeitgenossen meist schnell und treffend zu präsentieren, abgesehen davon möchte ich an das seit langem Vergessene erinnern oder an das Akuteste für Heutzutage ihre Blicke zu wenden.

Miniaturbild-Klebeband-Künstler klebt

Urbane Kunst von den Klassikern inspiriert

Vielleicht darum werden die klassischen darstellenden Werke bei mir sehr oft zu Inspirationsquellen. Ich versuche dabei immer diesen klassischen Hauch zu behalten und gebe bloß die Kleinigkeiten zu, das reicht völlig um meinen Message an den Zuschauer zu leiten. Etwas von anderem Winkel zu betrachten und es zu merken, was bis jetzt deinem Auge entlaufen wurde kann nie langweilig werden. Mithilfe von Klebeband visualisiere ich mal die Kreaturen meiner Ausbildungskraft, mal die real umgebenden Gegenstände. Bloß auf neuere Art und Weise als bisher.

Abstrakta und Ornamentieren lassen sich genau so gut tapen wie die figurativen, formbesitzenden  Objekte. Ich lege sehr viel Wert darauf, dass meine Arbeiten gut zu der Umgebung passen und damit ein schönes Zusammenspiel schaffen. Manchmal bekomme ich die Ideen zum Tapen wenn ich mir die Oberflächen anschaue. Besonders wenn es da verschiedene Ecken, Kanten, Griffe oder Öffnungen gibt. Dann weiß ich sofort wohin welche der  Klebebandstreifen hingehört. Solche Oberflächen sind die optimale Basis für die dreidimensionale Werke oder für optische Illusionen. Wenn alle Teile richtig aufgeklebt sind, kann der Zuschauer abhängend von der Perspektive verschiedene Dinge an einem Werk für sich entdecken. Manchmal wandelt sich etwas Formloses in eine deutliche und erkennbare Figur um. Mit Anamorphosen zu arbeiten ist halt schwierig, im Vergleich zu gewöhnlichen 3D Werken viel zeitaufwendiger, und meistens braucht man Gehilfe dazu aber Ergebnis lohnt sich immer.

Ist das wirklich Kunst?

Ob es lange so dauern wird würde ich nicht einschätzen. Dazu mag ich nur eines sagen: gesetzmäßig ist, dass alles Neue zuerst mit gewissen Misstrauen betrachtet wird. Die Fragen wie etwa: „Ist Tape-Art wirklich eine Kunst?“ oder „Wie lange hält es durch?“ finde ich ganz normal. Im Gegensatz, dass sie gestellt werden, spricht von unverfälschtes Interesse. Auch die Geschichte zeigt uns immer wieder, dass alles in der Kunst sich ändert, läft in andere Formen um, und anschließendzweigt sich als neu separate Erscheinung ab.

So war es, als die ersten Wegbereiter sich von akademischer, darstellender Kunst distanzierten und demnächst trennten. Und so war das auch, als die Fotokamera erfunden wurde. Ich glaube, Klebeband-Kunst folgt demselben Wege. Der hatte seinen Anfang genommen, wird sich weiter abwickeln und Blütezeit erfahren. Vielleicht wird der in der Zukunft abklingeln. Unter Betracht der gesellschaftlichen Reaktion wird es eher aber nicht passieren, wenigstens nicht so schnell. Vielleicht landen sogar manche Kunstwerke an den Museumswänden. Es wäre ein Symbol davon, dass so eine Erscheinung wie Tape-Art in der Kunstgeschichte ihren tiefen Abdruck hinterlassen hat.

Vielleicht hängt bald das Tape sogar in Museen?

Wenn das so sein wird, so freu ich mich darüber, dazu etwas beitragen zu dürfen und Tape-Kunst als gegenwärtige Kunst-Abzweigung voranzutreiben. Aber ich persönlich, hier und heute,  arbeite nicht für die staubigen Museen. Ich möchte nur die Kunst näher zu dem Zuschauer machen, die Werke auf die Straßen aus Museen, Galerien und Künstlerateliers rausholen und meine Stadt zu einem großen Open Air Museum machen.

 Berliner Artist

Mein Name ist Slava “Ostap” Osinski und ich bin ein Berliner-Künstler. Vorrangig Klebeband-Kunst. Oft nutzte ich auch andere Formen der Urban Art – zum Beispiel Street-Art, mache Graffiti und Stencil. Aber spezialisiert habe ich mich in den letzten Jahren auf Klebeband – zweidimensionale und dreidimensionale Installationen. Ich benutze vorrangig farbiges Scotch und lote damit die Untiefen dieser Spielart der Street-Art aus. Ich lasse mich von Orten und Räumen inspirieren und versuche durch jedes Bild,  jede Installation etwas Neues zu erschaffen.

Viele meiner Werke verbinden sich mit gesellschaftlichen, machtpolitischen, sozialen und religiösen Themen. Dennoch versuche ich meine Arbeiten nie mahnend oder schwer wirken zu lassen – oft versprüht sie einen schalkhaften Humor, ist ironisch, sarkastisch, satirisch.

Unter anderem  nehme ich auch Auftragskunst Projekte an. Interessiert?

In Action! (Video-Collection)

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