Tape-Art "Feel"

Tape-Art „Feel“

„Feel“ – Kunst aus Packband

aus rotem und braunem Verpackungsband (120 x 100 cm). Zuerst Ausgestellt auf RBC- Bank Event in der Hauptstadt im Jahr 2014.

Völlig gefüllter Raum, satte Farben, interessanter und leicht zweideutiger Motive sind die Hauptkennzeichen von Ostap Kreation Technik aus Packband «Feel…».

Dass «Feel…» eine bestimmte Idee besitzt, kann beim Betrachten dieses Tape-Art Kunstwerks kaum unbemerkt bleiben. Mithilfe von darstellenden Bildern gibt Slava das so wieder, dass die beiden Teile der Arbeit den Grundsätzen des Konzeptuellem entsprechen. Konzeptualismus als eine Richtung in darstellender Kunst – (vom lat. conceрtus — «Gedanke», «Vorstellung»). Es entstand Mitte 60-er Jahren im XX Jh. ungefähr gleichzeitig in Groß Großbritannien und USA. Für Grundprinzip des Konzeptualismus wird in der Regel die Erschaffung von Konzepten, also Ideen als einzige Künstlers Werte Aufgabe. Daraus folgt, dass zum Künstler nur derjenige werden kann, der die Ideen produzieren kann. Denn die Form kann von jedem Handwerker abgewickelt werden, doch nur Künstler ist befähigt, sie auszudenken. Dem Konzeptualismus sind die Intellektualistisch und gewisses ironisches Dasein eigen. Die konzeptuellen Arbeiten wie «Feel…» werden in der Tat erst dann richtig interessant, wenn der Zuschauer die «Spielregel» annimmt und das grüne Licht seinen Gedanken und Assoziationen gibt.

Konzeptualismus ist sparsam, und es werden dabei im Unterschied zu Minimalismus die meist einfachen und billigen Arbeitsstoffe bevorzugt. Da die Idee zugrunde der konzeptuellen Arbeit liegt, wird die Bilder,- und Bildlungen Anwendung möglichst viel geschrumpft. Dies hilft die Aufmerksamkeit des Zuschauers auf dem Wichtigsten zu fokussieren – auf dem Gedanken des Künstlers. Genauso steht es bei der Tape-Artwork «Feel…», die kein emotionelles Mitgefühl braucht, sondern es ist sie mit dem Gehirn, also intellektuell wahrzunehmen. «Feel…» von Ostap ist ausschließlich durch Anwendung des braunen und roten Gepäckbandes angefertigt. Das erste Teil von diesem Duplex ist außerdem auch durch manche Relief- ähnliche Elemente gekennzeichnet. Die Bilder selbst sind auch ziemlich gesättigt und keines stört den Zuschauer die Komposition zu genießen. Indem man sich das erste Teil der Arbeit «Feel…» anschaut, sieht man das voller Emotionen Frauengesicht. Nun wirklich, wozu braucht der Zuschauer sich Hände, Beine oder Körper dieser Frau anzuschauen, wenn laut der Bezeichnung der Arbeit, das Wesentliche ist was sie fühlt, und die Gefühle des Menschen erkennt man vor allem aus seinem Gesichtsausdruck. Um die Aufmerksamkeit des Zuschauers maximal günstig zu Emotionen der dargestellten Frau zu ziehen, erfüllt Ostapchenko den Hintergrund mit der roten Farbe, der Farbe von Emotionen, und verwendet dabei keine darstellende Formen oder übrige Details. Gleiche Prinzipien beobachtet man bei anderem Teil der Packband Kunstwerk «Feel…». Der Mann hinter dem DJ- Pult ist nicht von Bedeutung, mehr wichtig sind seine Hände am Pult – das, was Musik erschafft. Dies alles als Grundkanon des Konzeptualismus steht im Einklang mit Ostaps «Feel…», denn Konzeptualismus hat eigentlich die Erschaffung von Kompositionen als Verkörperung der Gedanken in physischer Form zu seinem Zweck und Ziel von solchen Kompositionen ist die Darstellung gewisser künstlerischen Idee. Dabei ist die konzeptuelle Kunst mit der Analyse ihrer eigenen Sprache beschäftigt. Der Zuschauer ist doch frei, diese Idee nach seiner Art wahrzunehmen und zu deuten.

Beim Erschaffung seine Arbeit «Feel…», blieb Slava „Ostap“ seinem Klebeband Kunst Stil treu

Also was für die Gefühle erwartet der Künstler vom Zuschauer? Sind die beiden Teile des Tape-Art Bildes «Feel…» mit einander verbunden? Bewirken sie einander? Es sei denn oder, dass jedes von ihnen sein eigenes Konzept hat und es ist die beiden dementsprechend unabhängig von einander zu betrachten? Eben die entstehenden Fragen und der Wunsch sie zu beantworten zeugen für die künstlerische Wertigkeit der Arbeit. Und nur unter dieser Bedingung wird der ursprüngliche und in der Arbeit verkörperte Gedanke vom Zuschauer erkennt und gewertet und vielleicht auch so gedeutet, wie der Klebeband Künstler es selbst vornimmt.

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