Tape Art von SELFMADECREW | Die Vielfalt der Klebe-Kunst

GALERIEN:
Tape-Kunst mit Paketklebeband von Slava Ostap Osinski
Gaffa-Tape-Art-Galerie von Ostap
Selfmadecrew- Klebeband Kunst Projekte- Titelbild
Auftragskunst und Design Projekte- Galerie Titelbild
Teambuilding Workshop mit Selfmadecrew- Galerie Titelbild
Tape Art Making-off- Video Sammlung

Tape Art begeistert mit immer wieder neuen Facetten: Grandiose Kunstwerke aus Klebebändern

Es gibt viele Möglichkeiten, Kunstwerke zu kreieren. Sie reichen von diversen Farben über Stifte bis hin zu verschiedenen Papiersorten, die sich immer wieder neu verarbeiten lassen. Aber auch Klebeband lässt sich mit ein wenig Geschick, Kreativität und Mut in echte Meisterwerke ummünzen. Die Kunst aus Klebebändern Kunstwerke zu kreieren, wird als Tape Art bezeichnet. Die Tape Art ist vielseitiger als Sie vielleicht vermuten. So können verschiedenste Klebebänder für die Gestaltung der Kunstwerke verwendet werden. Sie unterscheiden sich in Struktur, Form und Farbe voneinander. Die Vielfalt der Klebebänder ermöglicht es uns unterschiedliche Ideen umzusetzen und Kunstwerke immer wieder neu zu interpretieren.

Eine besondere Form des Urban Art

Auch wenn die Tape Art erst langsam in ihrer Grenzenlosigkeit und Vielfalt Anerkennung findet, liegen die Ursprünge schon mehrere Jahrzehnte zurück. Etwa in den 1960er-Jahren bildete sich die Verarbeitung von Packbändern als eigene Kunstrichtung in der Kunstwelt heraus. Es entstand mit der Tape Art eine Unterform der Urban-Art. Zunächst war der Erfolg der Tape Art verhalten. Zwar entdeckten einige Nachwuchskünstler die Chancen und Individualität, die damit verbunden waren, doch es dauerte lange, bis auch im öffentlichen Raum auf breiter Ebene Anerkennung für die Kunstwerke erlangt wurde. Relativ schnell kamen jedoch mit der Präsenz der Tape Art auch die ersten Artists Tapes auf den Markt, die als spezielle Klebebänder die Vielfalt dieser Kunstart noch einmal unterstrichen.

Grenzenlose Vielfalt

Slava Ostap ist einer der bekanntesten Tape Art Künstler in Deutschland. Mit seinen Werken begeistert er Jahr für Jahr immer mehr Menschen und zeigt, welche Grenzenlosigkeit und Vielfalt in der Tape Art steckt. Er fertigt seine Kunstwerke auf verschiedensten Oberflächen, in unterschiedlichsten Räumen und unter verschiedenen Rahmenbedingungen. Dabei erfindet er die Tape Art immer wieder neu und kreiert neben der einen oder anderen Hommage an Künstler auch Portraits bekannter Personen. Sie alle haben eines gemeinsam: Die Tape Art von “Sefmadecrew” und Slava Osinski zeigt, dass diese Kunstrichtung weder langweilig noch oberflächlich ist. Vielmehr überraschen die Kunstwerke mit einer grandiosen Form von Räumlichkeit und Vielfalt. Mit seinem außergewöhnlichen Kunstsinn haben sich “Sefmadecrew” und Slava bereits an diversen Kunstprojekten der Bundeshauptstadt beteiligt und überraschen dabei immer wieder mit neuen Facetten der Packbandkunst.

Die ideale Wahl für diverse Urban-Art-Projekte

Die Beliebtheit von Tape Art steigt unaufhaltsam, nicht zuletzt weil es sich als begehrte Alternative zu verschiedenen anderen Urban-Art-Styles etabliert hat. So sehen die Kunstwerke aus Packbändern oft nicht nur ansprechender aus als die für die moderne Kunst typischen Graffitis. Sie sind auch einfacher zu handhaben und lassen sich bei Bedarf wieder entfernen. Heute werden für die Tape Art vorwiegend spezielle Packbänder verwendet, die flexibel und zugleich wasserfest sind. Sie lassen sich mit wenigen geübten Handgriffen in Form bringen und stehen außerdem in einer beinahe beispiellosen Farbvielfalt zur Verfügung. So lassen sich durch die mittlerweile breit erhältliche Farbpalette diverse Farbton-Abstufungen in den Kunstwerken umsetzen. Die Tapes bleiben auch nach der Verarbeitung farbecht. Im Gegensatz zu vielen anderen Kunstrichtungen kommt die Tape Art vollends ohne weitere Hilfsmittel aus. Neben einer guten Idee und der damit verbundenen Vorstellungskraft braucht es für die Tape Art kein weiteres Zubehör, denn die einzelnen Tapes werden von Hand abgerissen und in Form gebracht. Während das klassische Packband in seinen Breiten standardisiert ist, sind die Artist Tapes, die es ebenso in zahlreichen Varianten gibt, auch dünner, sodass sich damit filigraner Vorhaben und Details umsetzen lassen.

Tapes halten auf sämtlichen Untergründen

Der Anwendung und Umsetzung der Tape Art sind kaum Grenzen gesetzt, denn die Tapes halten auf sämtlichen Untergründen. So können sie dank der guten Klebeeigenschaften sowohl auf Stein und Asphalt als auch auf Kunststoff, Alu-Dibond und Holz angebracht werden. Weiterhin bieten sie sich für die Anbringung auf Stoff und Glas an. Das Einzige, was für ein außergewöhnliches Tape Art Kunstwerk gebraucht wird, ist ein sauberer Untergrund. Die Tapes haften nicht nur auf vollkommen geraden Flächen, sondern können auch an abgerundete Grundflächen angepasst werden. Ebenso ist die Tape Art problemlos auf verschiedene Größen übertragbar. So lassen sich kleine Indoor Kunstwerke ebenso umsetzen wie große Meisterwerke im Außenbereich

Die Tape Art begeistert als experimentierfreudige Kunstrichtung, die sich immer wieder neu erfindet. Bekannt ist sie heute vor allem in Städten wie Berlin, in denen immer wieder spezielle Kunstprojekte die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Neben reinen “Bildern” kann eine Form von der Tape Art ebenso Skulpturen verschiedener Größe entstehen lassen. Bei dieser Variation der Tape Art werden die einzelnen Klebebänder so geformt, dass daraus echte Skulpturen in unterschiedlichen Größen entstehen. Für diese Meisterwerke wird vorrangig auf Malerkrepp und anderes Papierklebeband zurückgegriffen, da es sich flexibel in seiner Form anpassen lässt.

Die idealen Tapes für sämtliche Untergründe

Die Auswahl der Klebebänder, mit denen bei der Tape Art gearbeitet wird, hängt von verschiedenen Aspekten ab. Neben der Art des Untergrunds spielt es ebenso eine Rolle, wie dieser beschaffen ist und welche Kunstwerke damit umgesetzt werden sollen. Heute ist das Angebot an Tapes so groß, dass eine enorme künstlerische Freiheit besteht. An die Untergründe werden von Künstlern wie Slava (Ostap) kaum besondere Anforderungen gestellt. Damit die Tapes optimal halten, sollte die Oberfläche lediglich fett- und staubfrei sein. Die von uns umgesetzte Tape Art erfindet sich immer wieder neu. Sie lässt sich in verschiedenste Motive verwandeln, begeistert sowohl als buntes Abenteuer als auch als ansprechendes Portrait mit Nuancen aus einer Farbfamilie. Mit darstellenden Bildern schafft es Slava dabei immer wieder in Berlin an verschiedensten Standorten zu überraschen. Dabei zeigen die Kunstwerke eine beispiellose Form von Tiefe und Vielfalt. Slava lässt sich in seiner Tape Art von verschiedenen Kunstrichtungen leiten und ist dabei nicht darum verwegen, immer wieder mit eigenen Ideen zu überraschen. Dabei schafft es Slava Ostap oftmals mit wenigen Farben und geübten Handgriffen ein Kunstwerk zu kreieren, das den Geist anspricht und seine Botschaft nicht zurückhält.

Außergewöhnliche Ideen, der richtige Sinn für das Besondere und eine schlicht beispiellose Vorstellungskraft machen die Tape Art Arbeiten von “Sefmadecrew” und Slava aus.

Artikel: “Mein Weg zum Tape-Künstler”

Früher hätte ich nie daran gedacht, dass ich zu einem Tape-Art-Künstler werde. Bevor ich mit dem Kleben anfing, versuchte ich mich im Kunstbereich mit Pinsel und Spraydose, doch genau das Richtige für mich habe ich erstmals entdeckt, als ich zur Klebebandrolle gegriffen habe. Mit dem Tape war ich sofort in meinem Element! Bunt vs. durchsichtig, matt vs. glänzend, breit vs. schmal, jede Sorte mit eigener Textur, das alles hat mich stark angeheizt und inspiriert.

Was ist eigentlich die Klebeband-Kunst?

Zuvor habe ich von Klebeband-Kunst nichts gehört, aber ich träumte, daraus könnte man was echt Geiles und Wahnsinniges machen und habe sofort mit der Umsetzung meiner Ideen begonnen. Später wurden meine Mühen beurteilt: “Das ist doch echte Tape-Art!“ Seitdem, immer wenn ich gefragt werde: „Wieso denn Tape?“ antworte ich nur: „Warum auch nicht?“.

Diese Kunst existiert erst 2 Jahrzehnten, bietet aber ein sehr breites Schaffensspektrum, lässt mich als Künstler frei fühlen. Was ich in meinem Kopf halte und materiell umformen mag, kommt als Klebeband-Schnitte auf Glas, an Wände oder herumstehende Gegenstände; so dient mir meine direkte Umgebung als “Malgrund”. Klebeband ist umweltfreundlich und relativ  leicht entfernbar, darum betrachte ich Tape als ideale Alternative zum Sprayen mit seinem vandalistischen Ruhm.

Es freut mich, dass immer mehr Menschen aus aller Welt sich an Tape Art wenden. Ich betrachte es als ein Zeichen dafür, dass die Anzahl meiner Mitdenker kontinuierlich steigt, aber auch dafür, dass ich die gesellschaftlichen Launen und Einstellungen gut empfinden kann. Das letzte empfinde ich in Bezug auf Aktualität und Wert meiner Arbeiten von hoher Bedeutung. Denn zu den Hauptaufgaben des Künstlers gehört eben seine Fähigkeit, die Gesellschaft von innen schneller und präziser zu verstehen, als die Gesellschaft es selbst schaffen mag. Das gilt nicht nur für die Inhalte von Kunstwerken, sondern auch für die Ausdrucksmittel und Methoden, die der Künstler für sein Schaffen benutzt. Diese Tatsache lässt mich glauben, dass ich wirklich Schritt um Schritt mit Welttendenzen laufe und mich mit einer Kunstform beschäftige, welche die heutige Menschheit tatsächlich fordert.

Wie entsteht Tape-Art?

Nicht nur das Ergebnis, sondern auch den Prozess beobachten zu können – hier ist das Manifest der modernen Kunst. Klebeband ist mit Live Performance gut kombinierbar. Um das Klebeband-Bild zu schaffen, ist relativ wenig Zeit erforderlich. Es entsteht kaum Müll oder Abfall. Außer Cutter und Klebebandrollen wird meistens kein weiteres Instrument verwendet. Dabei können die Zuschauer gut mitverfolgen, was der Künstler macht und wie er es macht.  Aber ich lasse mich nicht in die Theorie vertiefen. Ich mache bloß, was ich für passend halte. Indem ich auf die Straßen gehe und dort mit Tape arbeite, bekomme ich das blitzschnellste Feedback. Die rund herum laufenden Stadtbewohner bleiben nicht gleichgültig. Einige halten an um zu verstehen, was da passiert, die anderen machen Fotos, noch manche wollen unbedingt mit mir reden.  Auf jeden Fall sehe ich die Reaktionen, die Emotionen der Menschen und das ist unschätzbar.

Das reizt mich an dem Tape

Mit Klebeland materialisierte Ideen sind immer frisch und erscheinen unerwartet. Klebeband schenkt dem Alten eine neue Form, die unbestrittenes Interesse beim Betrachter weckt. Das ermöglicht mir den inneren Sinn des Werkes, die verdeckte Anrede an meine Zeitgenossen meist schnell und treffend zu präsentieren, abgesehen davon möchte ich an das seit langem Vergessene erinnern oder auf das heutzutage Akuteste die Blicke lenken.

Urbane Kunst von den Klassikern inspiriert

Vielleicht darum werden die klassischen darstellenden Werke bei mir sehr oft zu Inspirationsquellen. Ich versuche dabei immer diesen klassischen Hauch zu behalten und gebe bloß die Kleinigkeiten hinzu, das reicht völlig um meine Message an den Zuschauer zu leiten. Etwas aus anderem Winkel zu betrachten und das zu bemerken, was bis jetzt deinem Auge verborgen blieb, kann nie langweilig sein. Mithilfe von Klebeband visualisiere ich mal die Kreaturen meiner Einbildungskraft, mal die real umgebenden Gegenstände. Bloß auf neuere Art und Weise als bisher.

Welche Motive sind gut für Tape Art?

Abstraktes und Ornamente lassen sich genau so gut tapen wie die figurativen, Form besitzenden Objekte. Ich lege sehr viel Wert darauf, dass meine Arbeiten gut zu der Umgebung passen und damit ein schönes Zusammenspiel erzeugen. Manchmal bekomme ich die Ideen zum Tapen wenn ich mir die Oberflächen anschaue. Besonders wenn es da verschiedene Ecken, Kanten, Griffe oder Öffnungen gibt. Dann weiß ich sofort, wohin welche Klebebandstreifen hingehören. Solche Oberflächen sind die optimale Basis für dreidimensionale Werke oder für optische Illusionen. Wenn alle Teile richtig aufgeklebt sind, kann der Zuschauer abhängig von der Perspektive verschiedene Dinge an einem Werk für sich entdecken. Manchmal wandelt sich etwas Formloses in eine deutliche und erkennbare Figur um. Mit Anamorphosen zu arbeiten ist halt schwierig, im Vergleich zu gewöhnlichen 3D Werken viel zeitaufwendiger, und meistens braucht man einen Gehilfen dazu aber das Ergebnis lohnt sich dafür immer.

Ist das wirklich Kunst?

Dazu mag ich nur eines sagen: gesetzmäßig ist, dass alles Neue zuerst mit gewissem Misstrauen betrachtet wird. Fragen wie etwa: „Ist Tape-Art wirklich eine Kunst?“ oder „Wie lange hält es durch?“ finde ich ganz normal. Dass sie gestellt werden, spricht für unverfälschtes Interesse. Auch die Geschichte zeigt uns immer wieder, dass alles in der Kunst sich ändert, in andere Formen läuft und anschließend zweigt sich eine neue separate Erscheinung ab.

So war es, als die ersten Wegbereiter sich von akademischer, darstellender Kunst distanzierten. Und so war das auch, als die Fotokamera erfunden wurde. Ich glaube, Klebebandkunst folgt demselben Weg. Der hatte seinen Anfang genommen, wird sich weiter abwickeln und seine Blütezeit erfahren. Vielleicht wird er in der Zukunft abklingeln. In Anbetracht der gesellschaftlichen Reaktionen wird es eher aber nicht passieren, wenigstens nicht so schnell. Vielleicht landen sogar manche Kunstwerke an Museumswänden. Es wäre ein Symbol dafür, dass eine Erscheinung wie Tape Art in der Kunstgeschichte ihren tiefen Abdruck hinterlassen hat.Wenn das so sein wird, so freu ich mich darüber, dazu etwas beitragen zu dürfen und Tape-Kunst als gegenwärtige Kunst-Abzweigung voranzutreiben.